Hospiz Verein Heroldsbach-Hausen e.V.

Ambulanter Hospiz und PalliativBeratungsdienst


2020 - Was für ein Jahr ... 

Ein Jahr voller Berg- und Talfahrten für Gefühle und Emotionen, die den ein oder anderen bis an die persönlichen Grenzen brachten. Wir alle mussten lernen zu verzichten, wir mussten Einschränkungen vornehmen und sahen uns immer wieder neuen Gegebenheiten ausgesetzt. Zu Beginn der Pandemie 2020 durften wir als Hospizverein nicht mehr aktiv für unsere Mitbürger da sein. Wir sollten telefonisch beraten. Wir mussten lernen online zu kommunizieren, was gerade für die uns benötigende Generation eine Herausforderung stellt. 

Wir haben das Jahr 2020 hinter uns bringen können, und gefühlt, ging das schneller als man er erwartet haben mag. Wie gesagt, wir mussten uns auf viele Neuerungen und Regelungen einstellen. Ja auch manch finanzielle Investition mussten wir tätigen, um weiterhin für unsere Gemeinden aktiv bleiben zu können. 

Daher möchten wir an dieser Stelle ein recht herzliches DANKE aussprechen. 

Ein Dank geht an die "Heroldsbacher Kerwasburschen und Madla" und die "Katholische Jugend Heroldsbach", die bei ihren Aktionen im Jahr 2019 solch einen Einsatz gezeigt hatten, dass sie uns 2020 über 1000 Euro als Spende zukommen lassen konnten. Danke an all die fleißigen Akteure. 


Ein weiterer Dank geht an Jasmin und Hubert Frank. Die Firma "Heizöl Frank " hat uns im Jahr 2020  mit 500 Euro unterstützt. Seit Gründung des Vereins unterstützt uns die Firma "Heizöl Frank" und wir investieren ihre Spenden in die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter. So können wir gemeinsam die Qualität unserer Arbeit verbessern, die wir dann wieder an unsere Gemeindemitglieder weitergeben können. 


Ende des Jahres mussten wir uns von unserem Mitglied Ludwig Lang verabschieden. Die Familie Lang bat um Spenden für unseren Verein und diesem Aufruf sind viele Heroldsbacher gefolgt. 

Wir bedanken uns bei der Familie Lang und den vielen Spendern recht herzlich. 


Angekommen in 2021 ... 


Während noch 2020, im ersten Lockdown, auch unsere Arbeiten eingeschränkt wurden, so kommen wir in diesem Jahr immer mehr in den Fokus aller Betreuungsorgane und dürfen unsere Arbeit fortsetzen. 

Beratungen finden weiterhin überwiegend telefonisch oder online statt. 

Schulungen und Veranstaltungen sind aufgrund der Hygienevorschriften zur Zeit nicht umsetzbar.

Begleitungen und Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen finden unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt. So werden auch unsere Mitarbeiter vor einem Einsatz einem Schnelltest unterzogen.  

Aus aktuellem Anlass möchten wir hier noch einmal betonen, wir beraten weiterhin ehrenamtlich und somit kostenfrei. Die vielen Regelungen und Vorschriften führen nicht selten zu einer absoluten Verunsicherung betroffener Angehöriger. Und das innerhalb von Situationen, denen man auch im "Normalzustand" oft nicht allein gewachsen ist. 

Wir sind für Sie, für unsere Gemeinden, da. Nehmen Sie im Bedarfsfall Kontakt mit uns auf, gemeinsam finden wir, auch in dieser Zeit einen adäquaten Weg. 


Viele Menschen geraten durch die anhaltenden Vorschriften in die Isolation. Allein mit Problemen, Ängsten und vielleicht auch Krankheiten. Depressive Episoden sind hier keine Seltenheit, und sicher auch kein Grund zur Scham. 

Wie aus den Medien bekannt wurde, sind viele Hilfsorganisationen aufgrund der hohen Nachfrage am Limit. Der Seelsorgebereich Heroldsbach hat ein extra Telefon eingerichtet. 

"Du bist nicht allein!" 0157/38 15 56 86 

Diese Rufnummer ist 24/7 besetzt und erreichbar. 

Aber auch wir möchten unseren Beitrag hier leisten und stehen Ihnen an unserem Telefon zur Verfügung. 


Wir möchten nun noch einmal Danke sagen. Danke an all unsere Unterstützer, all unsere Mitglieder, Mitarbeiter und Freunde. 

Passen Sie auf sich auf, und bleiben Sie gesund. 




 


"Alles ist gut, bis es zu spät ist" 

Was hier für viele wie eine Floskel klingen mag ist in Deutschland leider bittere Realität. Während wir versuchen unsere Werte und unser Gut so sicher wie möglich zu schützen in dem wir Versicherungen und Verträge abschließen, so erscheint doch für viele das Wichtigste, nämlich die Sorge um die eigene Gesundheit erst dann Aufmerksamkeit zu erlangen, wenn es oft zu spät ist Regelungen für den Krankheitsfall zu schaffen. 

Auf einer Fachtagung des Deutschen Hospiz- und Palliativverband in Berlin wurde dies durch eine aktuelle Studie sehr deutlich beschrieben. Vielen Menschen scheint die Wichtigkeit und Bedeutung einer Patientenverfügung / Vorsorgevollmachtnicht klar zu sein. Um so erschreckender ist es dann, dass die vorgebrachte Studie zeigt, dass fast 80 Prozent der Patienten die im Besitz solcher Unterlagen waren, diese im Bedarfsfall nicht vorlegen konnten. Von den im „Akutfall“ vorgelegten Unterlagen waren dann nur acht Prozent forensisch sicher und anwendbar. 

Viel zu groß sind die Fehlerquellen in der Erstellung und Handhabung mit diesen so wichtigen Unterlagen. Daher findet auch hier in Deutschland das aus den Staaten kommende „Advance care planing“ Programm immer mehr Beachtung. Das Programm baut auf mehreren Schritten des Lebens auf und beginnt mit der Planung des „Was ist wenn…“ für junge und gesunde Erwachsene. Die weiteren Schritte planen dann über unser Leben hin bis zum letzten Schritt, der Planung unseres letzten Lebensabschnitts und dem danach. Ein Programm, das mit unserem Leben lebt. 

Der Hospizverein berät ehrenamtlich zu diesen Bereichen. Zusätzlich planen wir noch einen Info-Abend zu diesem Thema. Interessierte Gemeindemitglieder werden gebeten sich per Mail oder telefonisch dazu anzumelden.  


Klinik-Clowns - ein neuer Bereich im Hospiz Verein 

Der Hospizverein sucht Mitglieder (oder solche die es noch werden möchten) um eine kleine Gruppe von Klinik-Clowns ausbilden zu lassen. Klinik-Clowns besuchen auf Wunsch kranke Menschen, Kinder wie auch Erwachsene, um ein wenig Heiterkeit in den sonst eher tristen Krankheitsalltag zu bringen. Diese Ausbildung ist sehr anspruchsvoll, so gibt sie Einblicke in Krankheitsbilder damit sich die Arbeit der Klinik-Clowns adäquat auf die Situation des Kranken ausrichten lässt. Leider sind so tolle Projekte, die wir gern unseren Gemeindemitgliedern anbieten würden, sehr kostenintensiv. Aber wenn auch Sie das Projekt für lohnenswert und unterstützungswürdig halten, so bitten wir Sie um eine Spende auf unser Vereinskonto. Bitte geben Sie dazu im Verwendungszweck das Stichwort „Clown“ an.